Telefonieren mit 1&1 in Zeiten von Corona

Sie haben eine Telefonflatrate ins deutsche Festnetz und wollen teleonieren? Sehr gut! Sie sind Kunde bei 1&1? Das könnte in Zeiten von Corona Probleme geben…

Die Firma 1&1, einer der führenden Anbieter von Breitband- und Mobilfunkprodukten in Deutschland, verlangt, trotz einer Flatrate ins deutsche Festnetz, bei diversen Telefonnummern Geld. Bei den Nummern handelt es sich jedoch nicht um irgendwelche 0180-, 0137-, 0900-Nummern oder dergleichen, sondern um „ganz normale“ Rufnummern mit einer deutschen Vorwahl.

Dabei verspricht 1&1 auf seiner Homepage „Unbegrenzt für 0 ct/Min. ins deutsche Festnetz, …“ ohne einen weiteren Hinweis oder ein Sternchen, das zu Einschränkungen dieser Regel führt. Auch wenn man auf Details zur Telefonie klickt, sind keine Einschränkungen erwähnt. Schaut man sich jedoch die AGBs genauer an, so erfährt man:

<<[1] Ausgenommen sind Service-Dienste, die über geografischen Festnetznummern realisiert werden.
(Weitere Informationen und eine Auflistung der Festnetznummern finden Sie hier)>>

Unter „hier“ findet man dann ein PDF mit rund 5000! kostenpflichtigen Rufnummern die man trotz Flatrate bezahlen muss.

Darauf aufmerksam wurde ich in der letzten c’t (Heft14, 2020). Der Leser, der sich hilfesuchend an die Redaktion gewendet hat, bekam natürlich sein Geld zurück, aber nicht, weil 1&1 ein Fehlverhalten bei sich sieht, sondern nur aus Kulanz. Bei dem Servicedienst, den der Leser nutzte, handelte es sich um einen Anbieter von Telefonkonferenzen. Die Kosten beliefen sich dann letztlich auf rund 20€, sicher nicht die Welt aber ärgerlich…

Soweit ich das verstanden habe, sind diese Service-Dienste zumindest bei der Telekom in der Flatrate enthalten. Für genauere Recherchen fehlt mir die Zeit…

[Update, 03.10.2020]

Aufgrund des Artikels in der c’t gab es wohl massive Beschwerden bei 1&1 sodass man sich jetzt dazu entschlossen hat, die Servicedienste kostenfrei anzubieten.


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